geistige "Fingerübungen" Teil II PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Calanthe   
Mittwoch, 10. Juni 2009 um 17:35 Uhr

Magie ist die willentliche Veränderung des Bewusstseins
geistige "Fingerübungen" (2)


Der Adept (Lehrling der Magie) sollte einige "geistige Fingerübungen" beherrschen.
Hier eine Übung, die dabei hilft, die bildhaften Vorstellungskräfte zu schulen und auch
die Konzentration trainiert:


[ 3 ]  - Ruhe -

Sich zu entspannen und den inneren Dialog anzuhalten sind Grundvoraussetzungen für erfolgreiches magisches Handeln. Hier eine Übung, die die Fähigkeit trainiert, sich vollkommen zu entspannen:

Suche Dir einen ruhigen Ort, einen aufrechten Stuhl (oder Sessel) und eine Uhr, die Du von dort aus sehen kannst. Sorge dafür, dass Du nicht gestört wirst. Setzte Dich bei normalem Licht hin. Rücken, Kopf und Hals sollten gerade sein, die Schultern entspannt und die Hände locker im Schoss. Stelle die Füße flach auf den Boden (oder lege ein Buch unter) so dass Du unter Deinen Knien keinen Druck fühlst.

Schließe die Augen und werde körperlich so ruhig, wie Du kannst. Atme sanft und langsam, entspanne Dich. Bewege Dich nicht! Bei der ersten Unterbrechung der Aufmerksamkeit schaue auf die Uhr und beginne wieder von vorne.

Werde ruhig und entspannt. Höre aufmerksam, was es zu hören gibt und mache Dir im Geiste eine Notiz davon. Fühle in Deinen Körper hinein: stelle Deine Gefühle, Spannungen, Kribbeln, Jucken und andere Ablenkungen fest - mache Dir im Geiste wieder Notizen davon. Verlagere Deine Aufmerksamkeit auf die äußere Schicht Deiner Haut, auf Deine Kleidung, Dein Gewicht auf dem Stuhl, Wärme oder Kälte des Raumes. Mache Dir geistige Notizen von diesen Dingen. Schaue wieder auf die Uhr. Wahrscheinlich wird erst eine Minute vergangen sein.

Führe diese Übung jeden Tag durch, bis Du ohne Ablenkung zumindest fünf Minuten (max. 10 Min.) ruhig bleiben kannst. Notiere jeden Tag die wahrgenommenen Geräusche usw.

[ 4 ]  - Kraft tanken -

Wir alle sind lebende Wesen, deren ganzes Sein von dem Einsatz persönlicher Kraft bestimmt wird. Wir erinnern uns an das Bild vom "jungen, dynamischen" Menschen - fast automatisch wird Vitalität und Energie mit Jugend gleichgesetzt! Im täglichen Alltag wird uns ständig viel Energie entzogen, wir selbst verschwenden diese Lebensenergie durch falschen (kräftezehrenden) Einsatz. Durch negative Gedanken, Ärger, Neid und andere Emotionen und emotionale Grabenkriege verlieren wir noch mehr von dieser kostbaren Energie. Hier eine Übung, die hilft, etwas davon wieder aufzubauen:

Ziehe saubere, einfache Kleidungsstücke aus einem natürlichen Material an. Nimm ein langes Seil oder Band und gehe um die Mittagszeit in den Wald oder suche Dir in Deiner Nähe einen gesunden Baum. Binde das Seil um seinen Stamm. Setz Dich vor ihn auf den Boden und sprich die folgenden Worte:

O grossartiger Baum, O starker Baum,
schenk mir Dein heilendes Herz für den heutigen Tag.
O grossartiger Baum, O starker Baum,
heile mein Herz.
Gesegnet seist Du, O Baum.

Dann lege Deine Arme um den Baumstamm und drücke Dich für einen Moment liebevoll an ihn - schau nach oben in die Krone und versuche zu spüren, wie die Lebenskraft des Baumes Dich mit einer heilenden Energie erfüllt.

Sobald Du die Energie fühlst, nimm das Seil wieder ab und rolle es zu einem Knäul zusammen. Trage es stets bei Dir - es soll Dir Glück bringen.


Zuletzt aktualisiert am Samstag, 20. Juni 2009 um 05:46 Uhr
 

Freitag, 30. Juli 2010

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