geistige "Fingerübungen" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Calanthe   
Mittwoch, 10. Juni 2009 um 17:32 Uhr

Magie ist die willentliche Veränderung des Bewusstseins
geistige "Fingerübungen
"


Der Adept (Lehrling der Magie) sollte einige "geistige Fingerübungen" beherrschen.
Hier eine Übung, die dabei hilft, die bildhaften Vorstellungskräfte zu schulen und auch
die Konzentration trainiert:


[ 1 ]

Schließe die Augen. Stelle Dir eine große runde Orange vor. Versuche so viel Einzelheiten wie möglich vor Deinem geistigen Auge zu sehen (Farbe, Porengröße, Unebenheiten etc.) und nun strecke beide Hände nach vorne - die Handflächen nach oben - aus und fühle die Orange zwischen Deinen Händen (ihr Gewicht, Größe Oberflächenstruktur) , rieche den Duft, der ihr entströmt (süß, intensiv oder schwach säuerlich). Lass sie auf Deinen Händen hin- und herrollen oder wirf sie in die Luft und fange sie wieder auf. Achtung: Die Ausgangsposition jedes Menschen ist anders! Für manche ist es schon schwierig, ein scharfes farbiges Abbild zu erschaffen, anderen wieder fällt es sogar leicht...

Stetiges Üben verbessert jede Position und was anfänglich unmöglich erscheint, wird nach und nach selbstverständlich. Geduld und Ausdauer führen auch hier zum Erfolg!

[ 2 ]

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Fokussieren des “Willens”. Damit ist nicht das oberflächliche Bedürfnis nach Erfüllung eines Wunsches gemeint, sondern die Ausrichtung gebündelter Kraft und Konzentration auf ein klar definiertes Ziel. Wie ein Muskel, der nie trainiert wird, ist der “Wille” schwach und unterentwickelt. Hier eine einfache Übung, die Willen und Konzentrationsfähigkeit gleichermaßen anspricht:

Ziehe Dich an einen ruhigen, abgedunkelten Ort zurück. Entzünde eine Kerze und 
schaue die Flamme, nimm die verschiedenen Farben um den Kerzendocht und ihre Bewegungen wahr. Konzentriere Dich ganz auf die Kerzenflamme und veranlasse 
Sie - mittels Deiner Gedanken - höher oder niedriger zu brennen.
Versuche Deinen inneren Dialog vollständig einzustellen. Alle anderen Gedanken
kommen und gehen und versickern langsam in dem Maße, wie Deine Konzentration
auf die Kerzenflamme zunimmt.

Denke nur an die Kerzenflamme und die Bewegungen, die sie machen soll.
Du wirst schon bald merken, dass die Kerze wie gewünscht reagiert.

Zusätzliche Übung: Denke mehrmals am Tag einige Minuten an eine Person 
(vorzugsweise jemand, der Dich nicht so ohne weiteres von allein anruft) und
versuche diese mittels Deines Willens dazu zu bringen, Dich anzurufen.



Zuletzt aktualisiert am Samstag, 20. Juni 2009 um 05:47 Uhr
 

Freitag, 30. Juli 2010

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